Informationen rund um Bio

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Übersicht über die Inhalte dieser Seite

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Zur Zeit gibt es folgende Bereiche hier:

Aktuelles
Was ist Bio?
Surftips für Kinder
Ernährungsinfos
Alles rund um Lebensmittelerzeugung, Handel und Globalisierung
Fairer Handel
Der Bio-Markt und seine Auswirkungen
Gentechnik
Patente
Wein

Aktuelles

Bio zur Ernährung der Welt?

Was viele Verfechter des Ökolandbau schon lange sagen, wird jetzt durch eine weitere Studie belegt: Doppelte Erträge durch Biolandwirtschaft

Illusion Bio - wie die Süddeutsche Fakten präsentiert und das Gegenteil schlußfolgert

Schade eigentlich, so etwas kennt man eigentlich von BILD, auch Stern und Spiegel - naja, schaut selbst:
Illusion Bio im Süddeutsche Wissen #11 und die Stellungnahme des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft: Stellungnahme des BÖLW

Besser informiert ist man auf jeden Fall mit dieser Zusammenstellung:

Ist Bio wirklich besser.

„Dr. Alberta Velimiriov (FIBL-Österreich) und Dr. Werner Müller (Risikoforscher und Gentechnikexperte von Global 2000) haben im Rahmen einer umfassenden Literaturrecherche 175 internationale Studien zur Qualität biologischer Lebensmittel erforscht.“
Als Download von dieser Seite oder auch kostenlos bestellbar - im Gegensatz zum Süddeutschen-Heft ;-)

Bio zur Rettung der Welt?

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Ja, auch das.

Biolandwirtschaft ist wesentlich weniger Ressourcen-verschleudernd als die konventionelle Landwirtschaft.

Hier eine Studie, die foodwatch in Auftrag gegeben hat: "Klimaretter Bio". Auch wenn der Titel anderes suggeriert (im Spiegel-Stil): Ergebnis ist, daß Bio wesentlich weniger Treibhausgase verursacht. Wer persönlich über sein Essverhalten etwas tun will, sollte weniger Fleisch essen, hier liegt der größte Hebel - das hilft dann „nebenbei“ nicht nur der eigenen Gesundheit, es können dann auch wesentlich mehr Nahrungsmittel produziert werden und wesentlich weniger Wasser verbraucht.

zum Gammelfleisch-"Skandal"

Endlich werden Lebensmittel teurer!

Ja, Ihr habt richtig gelesen, wir freuen uns, daß Lebensmittel teurer werden.

Warum das?

Lebensmittel sind bei uns viel zu billig und der niedrige Preis ist einer der Hauptgründe für die pervertierte & industrialisierte Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Wenn man die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise und das sonstige Preisniveau in Deutschland seit dem Krieg anschaut, kann einem ganz schummrig werden über die irrsinnige Schere und es wird auch sehr schnell klar, daß dies nur mit extremer „Modernisierung“ und einem rasanten Strukturwandel (so nennt der Agrarökonom gerne das massenhafte Pleitegehen der großen Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe zugunsten von Großbetrieben).

Am schlimmsten hat sich diese Entwicklung auf die Milch ausgewirkt, was dort in der Bezahlung und Vermarktung passiert, ist richtiggehend pervers - und niemanden stört es! Bei Bio leider kaum anders als bei der konventionellen Milch.

Damit dem Verbraucher gezeigt werden kann, daß Bio nicht so teuer ist und vor allem damit er/sie den Eindruck bekommt, hier wäre es besonders billig, wird Milch zu regelrechten Dumpinpreisen verkauft - und das auf der ganzen Handelskette: Der Bauer legt drauf, der Großhändler verdient nichts und der Einzelhändler verdient auch nichts daran.

Die Milch ist also für den Handel kein Lebensmittel mehr, das erarbeitet werden muß und auch entsprechend entlohnt, es ist eine Art Werbeausgabe geworden.

2007 hat endlich Alnatura (die sonst als einer der großen Preisdrücker in Erscheinung treten) einen Schritt in die andere Richtung gemacht:

„Alnatura erhöht Preise zugunsten regionaler Landwirtschaft

Ab morgen wird die Frischmilch (Vollmilch und fettarme Milch) der Handelsmarke Alnatura um zehn Cent teurer. Fünf Cent dieser Preiserhöhung zahlt der Abfüller, die Upländer Bauernmolkerei, direkt an die beliefernden Bio-Bauern aus. Für die Alnatura-Frischmilch erhöht sich damit der Auszahlungspreis an die Landwirte um 15 Prozent. Der höhere Milch-Auszahlungspreis soll nicht nur zur Existenzsicherung von Bio-Höfen und der nachhaltigen Weiterentwicklung der bäuerlichen Milchviehhaltung beitragen. Die Aussicht auf eine bessere Kostendeckung durch höhere Milchpreise soll auch konventionell wirtschaftende Bauern motivieren, ihre Betriebe auf Bio umzustellen.“

Bericht über den Preisaufschlag der Upländer Molkerei

Was ist Bio?

90 Argumente für den Biolandbau von der FiBL: 90 Argumente für den Biolandbau

15 gute Gründe Bio-Qualität zu kaufen von Naturland: Dieser link für zur Bestellinfo (ich vermute, daß man sie kostenlos beziehen kann): 15 gute Gründe

Ist Bio wirklich besser? Eine Faktensammlung von BIO AUSTRIA, basierend auf einer größeren Literaturrecherche: Ist Bio wirklich besser?

Diese Seite ist zwar in Österreich, nichtsdestotrotz eine schöne Seite mit kurzen und klaren Informationen zu Bio, Erkennbarkeit, Kontrolle, Richtlinien. Bezieht sich allerdings nur auf EU-Bio, Infos zu Demeter, Bioland und anderen, strengeren Richtlinien gibt's auf dieser Seite nicht: Was ist Bio?

Surftips für Kinder

Auf Bio find ich Kuh-l! Bio find ich Kuh-l!

Ernährungsinfos

Ernährungsgrundlagen bei Kleinkindern

Kurzer Bericht von einer Ernährungstagung im Schrot&Korn: Nach dem dritten Lebensjahr ist es zu spät

Schadstoffe in der Ernährung stören Entwicklung von Babys

Schadstoffe haben bei Ungeborenen ebenso wie bei Säuglingen und Kleinkindern besonders negative Auswirkungen auf deren Entwicklung. Internationalen Studien zufolge wirkt sich eine chronische Belastung mit Schwermetallen, Pestiziden, Herbiziden, industriellen Weichmachern oder Lebensmittelzusätzen im frühen Entwicklungsstadium bis zum dritten Lebensjahr nachhaltig schädigend auf das Gehirn aus.

Als Ausweg empfehlen die Mediziner Bio-Produkte… (weiterlesen bei Bio-Markt-Info)

Ernährungsumstellung für dicke Kinder

Kinder nicht mit Süßigkeiten belohnen

Hamburg (ots) - Für die Eins in der Mathearbeit eine Tafel Schokolade, für das ordentliche Aufräumen des Kinderzimmers eine Tüte Gummibärchen: Kinder werden im Alltag häufig mit Naschereien belohnt. Wer jedoch von klein auf mit einer Extraportion Süßigkeiten belohnt wird, gewöhnt sich schnell daran. Unbewusst wird ein ungesundes Essverhalten eintrainiert, das später auch zu Übergewicht führen kann. „Lebensmittel sollten daher nicht als Belohnung, aber auch nicht als Trost oder Bestrafung eingesetzt werden“, rät Diplompsychologe York Scheller von der Techniker Krankenkasse (TK).

Statt Kindern einfach Süßigkeiten zu geben, wenn ihnen etwas gut gelungen ist, sollte man sich ihnen lieber wirklich zuwenden - mit einem ehrlichen Lob, miteinander verbrachter Zeit oder gemeinsamen Aktivitäten. York Scheller: „Auch Kinder, die Trost brauchen, sollte man nicht mit Naschereien abspeisen. Es besteht die Gefahr, dass die Jungen und Mädchen als Erwachsene schnell zu Schokolade & Co. greifen, um Schmerz, Traurigkeit oder Frust zu verarbeiten.“ Ein weinendes Kind, das sich beim Hinfallen die Haut aufgeschürft hat, kann man beispielsweise in den Arm nehmen, seinen Schmerz akzeptieren und trösten, dass der Schmerz bald vorüber geht. Möglicherweise hilft auch ein Pflaster oder ein kalter Waschlappen, um das Kind zu beruhigen.

Mehr auf www.tk-online.de in der Rubrik „Formulare & Broschüren“ und in der Rubrik „Essen & Trinken“.

Tips für gesunde Ernährung bei Kindern

Broschüre "Ernährung" von der Techniker Krankenkasse

Ernährungtips für Sportler

Aus Schrot&Korn April 2006:

1. Einführung: 2. Sechs Ernährungstips für Sporteinsteiger 3. Rezepte mit Sportsgeist

Unten auf diesen Schrot&Korn-Seiten stehen weitere links für Interessierte

Histamin-Intoleranz

Alles rund um Lebensmittelerzeugung, Handel und Globalisierung

Die schönen Tricks der Supermärkte

Mit welchen Tricks in der Branche gearbeitet wird, könnt Ihr hier nachlesen (leider nur Englisch): A-Z Retail Tricks To Make You Shop

Die Schweiz: immer ein bißchen weiter: Bio-Baumwollhemden im Dienst

Walmart verkauft keine Hormon-Milch mehr

Der 20. März könnte heimlich - praktisch unbemerkt und ohne Presse in Europa - als eines der entscheidenden Daten in die Geschichte eingehen: Der Tag, an dem Walmart verkündete, daß es keine Milch von mit Wachstumshormonen behandelten Kühen mehr verkauft. Andere Ketten, wie Kroger, Safeway und Starbucks hatten Hormonmilch schon vorher aus den Regalen verbannt, die Ankündigung des Einzelhandelsgiganten Walmart bedeutet faktisch das Ende der Wachstumshormonfütterung bei Milchkühen in den USA.

Von wem das Wachstumshormon kommt? Dreimal dürft Ihr raten. Es fängt mit M an und hört mit onsanto auf und die Firma ist sonst nur bekannt für wunderbare erzeuger- und konsumentenfreundliche Produkte.

Mehr Info hier: http://www.organicconsumers.org/articles/article_11050.cfm

Was ist das Problem mit Müller-Milch?

ist eigentlich die falsche Frage. Richtiger wäre zu fragen, warum so ein Unternehmen so erfolgreich sein kann. Unglaublich.

Billighemden bei Aldi - wo kommen sie her?

taz-Artikel „Teuer bezahlte Schnäppchen“. Hier zu finden bei der taz: Teuer bezahlte Schnäppchen

Mehr Informationen zum Thema gibt es bei Südwind, die die ursprüngliche Recherche gemacht haben. Die Publikation gibt es hier zum download: All die Textil- schnäppchen – nur recht und billig? - Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien





We Feed the World - Film von Erwin Wagenhofer

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Unbedingt sehenswert. Auch für Leute, die den Wahnsinn, der hinter (oder vor) unserer täglichen Nahrungsmittelversorgung steht, ganz gut kennen, doch noch recht ernüchternd in der Breite und Vielfalt des agro-industriellen Wahns. (dieses Satzmonster wurde Ihnen präsentiert von … tommy, tschuldigung)

We Feed the World Webseite mit Interview, Photos, Trailer, Materialien zum Thema

Unser täglich Brot - Film von Nikolaus Geyrhalter

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„Ein Blick in die Welt der industriellen Nahrungsmittel-produktion und der High-Tech-Landwirtschaft: Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge - eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut.“

Website zum Film

Hände weg von Lebensmitteln

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Hände weg von Lebensmitteln: Lüge Lebensmittelüberwachung – Ein Insider packt aus

Bram G. Stalker
ISBN 3-937568-67-0, 308 Seiten, 21,20 €. Soeben erschienen.
Spirit Rainbow Verlag, Aachen.

Nähere Informationen zum Buch hier Buchseite beim Rainbow-Verlag: Das Buch, Leseproben, Artikel

Aus dem Ankündigungstext:

Wussten Sie, dass täglich gentechnisch manipulierte Früchte und mit radioaktiven Strahlen haltbar gemachte Lebensmittel auf Ihrem Teller landen?

Ein Skandal meinen Sie? Durchaus. Und jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Ein Insider packt aus.

Unter dem Pseudonym Bram G. Stalker deckt ein in die Lebensmittelüberwachung involvierter Fachmann unglaubliche Vorgänge in der Lebensmittelüberwachung auf.

„Hände weg von Lebensmitteln“ ist nichts für zarte Gemüter: Die Aufdeckung gravierender Missstände, wie etwa überhöhte Werte in Pflanzenschutzmitteln, giftige Farbstoffe oder mangelhafte Kennzeichnung, kommen einem in ihrer unglaublichen Vielzahl bald wie harmlose Bagatellfälle vor.

„Hände weg von Lebensmitteln“ gibt erstmals einen umfassenden Einblick in den Tätigkeitsbereich und die Befugnisse der staatlichen Lebensmittelüberwachung; in die Arbeit der Kontrolleure, die täglich vor Ort Betriebe kontrollieren, Proben ziehen und Aufgaben im Verwaltungsbereich wahrnehmen. Was da alles schief läuft, sind keine Gerüchte, sondern selbst erlebte Tatsachen.

Der Autor berichtet von einer Unzahl an Lebensmittelskandalen, von denen die breite Öffentlichkeit keine Ahnung hat. Diese äußerst glaubhaft versicherten Tatsachen lassen eine Riesen-Lobby vermuten, die bis in die Gesetzgebung hinein wirkt.

Was das Buch jedoch von anderer „Aufdecker-Literatur“ unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich der Autor sehr bemüht, Lösungen zu finden. Zum Beispiel wie sich der Verbraucher auch heute noch mit weitgehend sicheren Lebensmitteln versorgen kann. Dies gelingt ihm zwar andeutungsweise, aber schnell wird klar, dass nichts mehr sicher ist.

Dieses Buch ist ein „Muss“ für Menschen, die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit übernehmen.

„Hände weg von Lebensmitteln“ – ist soeben im Spirit Rainbow Verlag, Aachen, erschienen.

Agrarsubventionen - wer kriegt sie, welcher Politik nützen sie und wem schaden sie?

EU Agrarförderung: Mehr Licht ins Subventionsdickicht bringen - Ein neues Bündnis fordert, die Vergabe von EU-Agrarbeihilfen öffentlich zu machen

Das Imperium schlägt zurück

Die Praktiken der Weltkonzerne aus der Sicht der ArbeiterInnen

Fairer Handel

Fair gehandelte Produkte bei Discountern und anderen Protagonisten des unfairen Welthandels

Nestlé, Lidl & Co. – Weltmeister des fairen Kaffeehandels

Wie Konzerne Imagepflege betreiben und damit noch verdienen - von Ulf Baumgärtner

Diskussionsforum zum Fairen Handel

Gemacht von und für die kids, hier geht es gut zur Sache: Webseite des Diskussionsforums

Die gepa ist jetzt auch im Fernsehen

“ Zusammen mit dem neuen baden-württembergischen Sender „bw family.tv“ hat die gepa als Pilotprojekt das Konzept für einen Verkaufssender der ganz anderen Art entwickelt: „gepa-tv – das Fair Handelsmagazin“ will über die fairen Produkte und Partnerorganisationen im Süden die Hintergründe des Fairen Handels anschaulich vermitteln.“

Schöne Sache eigentlich, leider erinnert die Sendung etwas zu sehr an die unsäglichen TV-Verkaufskanäle. „Wenn auch Sie so einen Ball bestellen wollen…“ Das geht doch auch anders und vor allem auch glaubwürdiger und professioneller, oder liebe gepa?

Sendezeiten und mehr unter: http://www.bwfamily.tv

Die erste Sendung kann man herunterladen, bzw. im Internet sehen unter: http://www.bwfamily.tv/media/25596_0500.wmv. Das geht allerdings nur mit einer relativ schnellen Internetverbindung.

Der Bio-Markt und seine Auswirkungen

Wertediskussion um Biovertriebsschienen

Ein interessanter Beitrag hier: Wertediskussion um Biovertriebsschienen

Barnhouse liefert nicht mehr an Marktkauf und ähnliche "regiegeführte" Häuser

Hier die ganze Erklärung von Barnhouse: Warum Barnhouse nicht mehr an Marktkauf liefert

basic-lidl-denree-alnatura - es wackelt im Bio-Gefüge

Seit basic Kapital von lidl geholt hat, haben sich die Ausdifferenzierungs- und Konzentrationsprozesse noch beschleunigt. Dennree (Großhändler) beliefert basic nicht mehr, eröffnet gleichzeitig immer mehr eigene Supermärkte/Discounter (seit Basic das Lidl-Geld doch nicht mehr will, wird Dennree die Belieferung doch fortsetzen), Alnatura (größter Bio-Einzelhändler) bestellt nicht mehr bei dennree (ist das noch aktuell?), Rapunzel (Hersteller) umfährt den Großhandel schon eine Weile und liefert nur direkt an Läden - es sieht so aus, als wollten alle Akteure im Markt die ganze Kette in ihre Hand bekommen. Wenn man sich im konventionellen Markt umschaut, dann weiß man auch warum.

Keine wirklich erfreuliche Entwicklung. Langfristig heißt das, wer überleben will, muß die ganze Kette von der Erzeugung bis zum Laden in einer Hand haben und das heißt natürlich, man muß groß genug sein, um das überhaupt zu können.

Kommt uns das irgendwoher bekannt vor? Tante Emma läßt grüßen…

Update: Seit Frühsommer läuft der Gründungsprozeß für einen Verbund kleiner und mittlerer Bioläden, der zum einen die Einkaufsvorteile der großen Akteure einfangen soll, zum anderen aber eine klarere Positionierung der auf Bio Plus, Transparenz und Mehr als Bio (Sozialstandards, etc) bedachten Akteure befördern. Dies soll zum einen den Unterschied zum Billig-Bio bei Discountern und bei Einzelhandelsketten verdeutlichen, zum anderen aber auch anderen Akteuren in der ganzen Handelskette Strategien und Handlungsoptionen in diese Richtung anbieten.

Lebensbaum bringt Billig-Kaffee und macht Druck auf die Erzeuger- und Verkaufspreise

Dieser Einstieg in den Preiskampf bei Bio-Kaffee wird sogar vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (bnn) sehr kritisch gesehen und als unglückliche Vorlage für Eduscho, Tchibo, Nescafe und Co. im Preiskampf.

Hier die Stellungnahme dazu: Billig-Kaffee der Firma Lebensbaum - Eine Stellungnahme des BNN Einzelhandel

Der Marktanteil der Supermärkte & Discounter ist 2005 weiter gewachsen

Die Verbraucher kauften im vergangenen Jahr für 3,9 Milliarden Euro Bio-Lebensmittel. Der LEH steigerte seinen Marktanteil von 37 auf 41 Prozent. Dies ging vor allem zu Lasten von Erzeugern und Reformhäusern. Der Bio-Fachhandel behauptete seine Position. Zu diesen Ergebnissen kommt Prof. Ulrich Hamm von der Universität Kassel aufgrund einer Analyse der Bio-Marktentwicklung 2005.

Das heißt auf Deutsch: Die Discounter & Supermärkte hatten 2005 schon 41% Marktanteil bei Bioprodukten, mittlerweile sind es sicher schon deutlich mehr. Im Biobereich erleben wir gerade einen sehr rasanten Nachvollzug der Konzentrationsprozesse, die wir im konventionellen Handel über Jahrzehnte hatten.

Bio bei den großen Discountern und Supermärkten

Bio bei den amerikanischen Großketten

Walmart steigt in den USA richtig in den Bio-Milch-Verkauf ein

Neue Bioverordnung wird von Bio-Experten einhellig abgelehnt

Der Entwurf wird sicherlich so nicht durchkommen - Gott sei Dank - aber was kommt, ist damit noch lange nicht gesagt. Info hier: Zusammenfassung auf Ökolandbau.de

In den USA läuft genau die gleiche Kampagne zur Aufweichung der Standards

SOS-Kampagne: Save Our Standards

Gentechnik

Auf ARTE lief am 11.3.2008 der Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“. Hier gibt es eine 8-minütige Superkurzfassung:

Immer wieder Kontaminationen in Importen aus den USA

Der Eindruck verdichtet sich, daß Nahrungsmittel, die gentechnisch verändert sind, illegal ganz gezielt und bewußt nach Europa (und den Rest der Welt) verschickt werden. Beim Reisskandal 2006 fand man auf jeder Palette einen Sack kontaminierten Reis; beim jetzigen Skandal sieht es wieder so aus, als sei die Kontamination bewußt durchgeführt worden.

Mehr dazu hier: Illegaler Gen-Mais 2007-04

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Kampagne gegen Gentechnik vom Ministerium gestrichen

Kritische Anzeige „ersatzlos streichen“
Gentech-Gegner wollen in einem Bio-Einkaufsführer vor den Gefahren durch manipuliertes Saatgut warnen. Doch das Bundesagrarministerium gibt den Druck nicht frei. Denn den Beamten von Minister Seehofer passt der Inhalt des Textes nicht.

Voller Text hier: taz-Artikel

Kampagnenseite von SOS hier: Kampagnenverbot

Experteninterview zum Thema Agro-Gentechnik mit der Ärztin Angela von Beesten

Im Interview stellt Angela von Beesten die Risiken und Gefahren der Gentechnik in der Landwirtschaft und bei Lebensmitteln sehr nachvollziehbar dar: Interview mit Angela von Beesten

Gentechnisch veränderte Pflanzen mit Arzneiinhaltsstoffen

Das Thema wurde am 17.5.06 ausführlich in der taz behandelt und zwar hier: Arzneiinhaltsstoffe in gentechnisch veränderten Pflanzen

HAWAII: Biobauern entdecken Gen-Papayas in ihren Feldern

Vor vier Jahren erstmals ausgesetzten genetisch veränderten Papaya-Pflanzen in Hawaii sind in der Zwischenzeit auch dort gefunden worden, wo sie eigentlich unerwünscht sind: Nämlich in einer Papaya-Plantage eines Biolandbauers. Der Honolulu-Advertiser berichtet, dass am Wochenende Freiwillige in Schutzanzügen die Genpflanzen beseitigt haben.

www.eco-world.de

Biobaumwolle ist billiger herzustellen und hat höhere Qualität als bt-Baumwolle

Patente

Die Lobbyschlacht um Softwarepatente

Hier ein Buch, das den Kampf um die Neuregelung der Softwarepatente in der EU aus Sicht eines der Hauptakteure (Florian Müller) beschreibt:

Die Lobbyschlacht um Softwarepatente (Webseite). Hier der direkte link zum download des Buches: Die Lobbyschlacht um Softwarepatente (Buchdownload)

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RFID-Chips - ziehen wir uns die totale Überwachung mit dem T-Shirt über?

Wein

Qualität und Betrug bei Discountern und Supermärkten

Schwindel beim Billigwein: zdf Sendung frontal21 vom 31.1.2006. 3 Weinexperten testen Discounterweine; die Hintergründe der Misere werden kurz und knapp angerissen.

WEINBAU Château global --> Spiegelartikel

Weinanbau

 
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